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Erfahren Sie alle Neuigkeiten zu BIM.Ruhr als Erste*r: Hier berichten wir Ihnen von unseren aktuellsten Veranstaltungen, Projektfortschritten und Veröffentlichungen.

07. April 2022

2. BIM.Ruhr-Konferenz: Herausforderungen bei der Einführung der BIM-Methode

Welche Herausforderungen bei der Einführung der BIM-Methode überwunden, welche Rollenbilder besetzt und welche Meilensteine auf dem Weg zur BIM-Arbeit erreicht werden müssen, aber auch warum Überzeugungsarbeit dabei so wichtig ist, haben die Teilnehmer*innen auf der 2. BIM.Ruhr-Konferenz am 07. April 2022 erfahren. Die Veranstaltung, die bereits die zweite in der Reihe der BIM.Ruhr-Konferenzen ist, gab aufschlussreiche Einblicke in die Thematik der BIM-Einführung. Die anschließenden spannenden Austauschrunden zwischen den Referentinnen und den Teilnehmer*innen rundeten die 2. BIM.Ruhr-Konferenz ab. Durch die Veranstaltung führte erneut Annika Zimmermann, BIM.Ruhr-Projektkoordinatorin.

In einem spannenden Vortrag zum Thema „Neue Anforderungen des Bundes für die BIM-Implementierung bei öffentlichen Bauvorhaben“ berichtete Martha Lehmann über die entstandenen Herausforderungen. Martha Lehmann ist Beraterin für BIM und Innovation bei planen-bauen 4.0 und Expertin für BIM Deutschland. In ihrem Vortrag stellte sie neben einer Orientierungshilfe für Auftraggeber*innen und Auftragnehmer*innen – Rahmendokument: Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr – weitere BIM-Vorlagen vor. So betrachte sie tiefergehend das Beispiel einer LOIN-List und ging dabei ausführlich auf die Fragen der Teilnehmer*innen ein. Darüber hinaus gab sie Einblicke in die Aufgaben des BIM-Portals des Bundes, das sich aktuell noch im Aufbau befindet. Interessant waren zudem die Ausführungen zu den BIM-Kompetenzen: Wie muss hier der Faktor Mensch berücksichtigt werden. Wie wichtig ist es, dass die im Prozess der AIA-Erstellung benötigte Informationstiefe entsprechend der BIM-Vorgaben richtig festgelegt ist. Die Referentin veranschaulichte darüber hinaus, warum sich gerade Change-Prozesse einfacher gestalten lassen, wenn die Kommunikation aufrecht gehalten wird und warum sich hierbei die Implementierung eines Kernteams über den gesamten BIM-Prozessverlauf anbietet. Sie erklärte zudem ausführlich welche Rolle dabei der/die BIM-Manager*in spielt.

Wie der Landesbetrieb Straßen.NRW den BIM-Einstieg geschafft hat, veranschaulichte Katharina Bremm, Leitung Stabstelle BIM, Landesbetrieb Straßenbau NRW, in ihrem Vortrag zum Thema „Straßen.NRW – Road2BIM | Herausforderungen, Erkenntnisse, Erfolge“. Die Konferenzteilnehmer*innen erfuhren, wie der Landesbetrieb die Meilensteine innerhalb der fünf Jahre BIM-Implementierung durchlaufen hat. Die Referentin machte dabei deutlich, dass es wider Erwarten möglich war, sich doch recht schnell in BIM einzuarbeiten. So läuft aktuell schon ein erster Test der CDE (Common Data Environment) bei Straßen.NRW. Anhand verschiedener Pilotprojekte, wie z. B. der Erhaltungsentwurf der Autobahn A40 (Teilstrecke mit einer Gesamtlänge von 11 km), beleuchtete die Referentin ausführlich das Thema „Learnig by Doing“ im BIM-Prozess und erzählte, wie mit den gewonnenen Erfahrungswerten umgegangen wurde. Zudem gab sie in ihrem Vortrag Aufschluss darüber, warum BIM-Projekte eng begleitet werden sollten und wie bei Straßen.NRW in diesem Zusammenhang der Aufbau eines interdisziplinären BIM-Teams erfolgte, um so kompetente BIM-Ansprechpartner*innen auf strategischer Ebene zu haben. Außerdem zeigte die Referentin auf, wie mit internen BIM-Fortbildungsangeboten die gestiegene Nachfrage nach BIM-Schulungen innerhalb des Landesbetriebes bewältigt wird. Katharina Bremm veranschaulichte abschließend die weiteren geplanten BIM-Schritte des Landesbetriebs, wie z.B. die Absicht, die Implementierungstiefe nach und nach zu steigern, um BIM zum Alltag für Straßen.NRW zu machen.

Möchten Sie sich ebenfalls zum Thema Building Information Modeling austauschen? Dann schauen Sie hier in unserer Veranstaltungsübersicht vorbei und seien Sie beim nächsten Event dabei.

Hier erhalten Sie die Folien zu den Vorträgen der 2. BIM.Ruhr-Konferenz
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26. März 2022

BIM.Ruhr auf dem Landesverbandstag VDV NRW

Wo steht das Projekt BIM.Ruhr, wie sieht der aktuelle Arbeitsstand des Pilotprojektes Hochbau aus und was hat das Stimmungsbild zu BIM bei den KMU damit zu tun? Zu diesen und weiteren Fragen referierte Dr. Signe Mikulane, wissenschaftliche Mitarbeiterin am BIM Institut der Hochschule Bochum für das Projekt BIM.Ruhr, am 26. März 2022 auf dem Landesverbandstag des VDV NRW in Hamm. Mit ihrem Vortrag zum Thema „Projekt BIM.Ruhr – Nachhaltige und kooperative Einführung der Methode BIM in der Region“, stellte Dr. Signe Mikulane dem Fachpublikum das Pilotprojekt BIM.Ruhr und die Umsetzung über das Kooperationsvorhaben vor, mit besonderem Augenmerk auf die jeweiligen Pilotprojekte „Sanierung der Drewer Brücke in Marl“, „Abriss und Ersatzneubau der Brücke Bielefelder Straße in Herne inklusive der Sanierung des Knotenpunktes“ und „Sanierung der Aula des Alice-Salomon-Berufskollegs in Bochum“.

Dabei erläuterte die Referentin neben dem Aufbau des Projektzeitplans ausführlich die Projektziele, wie zum Beispiel die Erarbeitung und Dokumentation von Best-Practice-Beispielen, die Veröffentlichung von Handreichungen oder den Aufbau eines Innovationsnetzwerks rund um die BIM-Methode. Außerdem stellte sie die Schwerpunkte der Projektpartner Kreis Recklinghausen mit den Städten Bochum und Herne, Hochschule Bochum und Universität Duisburg Essen vor. Die Zusammenfassung der BIM.Ruhr-Umfrage zur „Digitalisierung der Baubranche: Stimmungsbild zu Building Information Modeling in kleinen und mittelständischen Betrieben“ aus dem Jahr 2021, machte einmal mehr deutlich, wie wichtig ein Netzwerkaustausch zur Verbreitung der BIM-Methode ist. So zeigte die Referentin auf, welcher Input durch den Erfahrungs- und Wissensaustausch der vier BIM.Ruhr Arbeitsgruppen „BIM-Planungsgrundlagen“, „BIM-basierte Bauausführung“, „Einführung der BIM-Methode bei öffentlichen Auftraggeber*innen“ und „Geodäsie – Bestandserfassung und Modellierung nach den Vorgaben von Auftraggeber*innen“ für Handreichungen und Leitfäden entsteht.

Auch die Einblicke, die der Vortrag in die jeweiligen BIM-Herausforderungsebenen gab, zeigten auf, wie wichtig unter anderem die Mitarbeiter*innenqualifizierung auf Unternehmensebene ist oder welche Herausforderungen durch übergeordnete Regularien und Richtlinien, wie HOAI, DIN und VOB, zu bewältigen sind.

Anhand der abschließenden Ausführung zum aktuellen Arbeitsstand der Pilotprojekte, mit Schwerpunkt auf dem Pilotprojekt Hochbau, veranschaulichte Dr. Signe Mikulane detailliert den Arbeitsablauf der Bestandsmodellierung. Sie erläuterte auch die BIM-Ziele des Projektes, wie die Aufteilung des BIM-Modells in Teilmodelle für verschiedene Gewerke und Aufgaben, die Schaffung von BIM-Kompetenzen bei allen Beteiligten oder die Schaffung von Zugriffen auf die Projektinformationen für Planer*innen, bauausführende Stellen und die Verwaltung. Am Beispiel des Pilotprojektes „Sanierung der Aula des Alice-Salomon-Berufskollegs in Bochum“ berichtete sie über die gestellten Anforderungen der Stadt Bochum und erklärte wie die spätere gemeinsame Findung erfolgte. Dabei veranschaulichte sie, warum es so wichtig ist, dass die Festlegung des Detaillierungsgrades der Geometrie und der Informationstiefe für das BIM-Modell seitens Auftraggeber*innen im Rahmen der Auftraggeberinformationsanforderungen (AIA) vor der Modellierung festgehalten werden sollte und welche Rolle für die Modellierung die originären Daten (z. B. Punktwolken aus dem Laserscanning) und sekundären Daten (wie bestehende Pläne und Bauwerksunterlagen) spielen.

Der nachfolgende Gesprächsaustausch bestätigte der Referentin nicht nur das große Interesse der Teilnehmer*innen an BIM, sondern auch am Projekt BIM.Ruhr und den Leitfäden des Projektes. Erneut wurde deutlich, wie wichtig der Netzwerkaustausch im Rahmen von BIM ist.


8. März 2022

Gemeinsam die ersten Schritte mit BIM machen im BIM.Ruhr-Innovationsnetzwerk

Auch in Pandemiezeiten lässt sich ein Projekt rund um ein Innovationsnetzwerk aufbauen. Wie das geht, welche Herausforderungen zu meistern waren und auch noch zu bewältigen sind, haben die Teilnehmer*innen in der 1. BIM.Ruhr-Konferenz am 8. März 2022 erfahren. Ein Jahr nach der erfolgreichen Premiere der Auftaktveranstaltung des Kooperationsprojektes „Netzwerks Building Information Modeling Mittleres Ruhrgebiet“ (BIM.Ruhr) gab die Konferenz neben einem detaillierten Überblick über das Kooperationsprojekt und zu seinem aktuellen Stand, auch einen umfassenden Einblick zur Umsetzung des Projektziels. Ein Praxisbericht zur erfolgreichen Ausschreibung eines BIM-Pilotprojektes in der kommunalen Verwaltung sowie die anschließenden spannenden Austauschrunden zwischen den Referentinnen und den Teilnehmer*innen rundeten die erste BIM.Ruhr-Konferenz ab. Durch die Veranstaltung führte Annika Zimmermann, BIM.Ruhr-Projektkoordinatorin.

Neben den allgemeinen Eckdaten zum Projekt erläuterte Referentin Elena Straßenmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Baubetrieb und Baumanagement der Universität Duisburg-Essen in ihrem aufschlussreichen Vortrag zum Thema „Ein Jahr nach dem Auftakt: Wo steht das Projekt BIM.Ruhr“ die Arbeitspakete und Vorgehensweise des Projektes. Sie machte dabei deutlich, welche Vorteile der Aufbau des BIM-Innovationsnetzwerkes hat, und das nicht nur für die heimische Branche. Auch der Wissenstransfer aus den Hochschulen in die Praxis sowie die Integration von BIM in die kommunalen Verwaltungen profitieren vom Innovationswerk BIM.Ruhr durch Arbeitsgruppen oder Workshops und BIM-Konferenzen. Wie die Entwicklung von Prozessen und Methoden zu geodätischen Aspekten der Methode BIM aussieht und welche Handlungsempfehlungen für Kommunen im Rahmen des BIM.Ruhr Projektes eindeutig definiert werden, waren weitere interessante Aspekte des Vortrags. Die Referentin stellte zudem durch eine detaillierte Darstellung zur Einordnung der Informationsanforderungen in der Projektphase, wie zum Beispiel beim Pilotprojekt „Aula des Alice-Salomon-Berufskolleg“ in Bochum und der damit verbundenen jeweiligen Zuständigkeiten, deutlich heraus, wie der Informationsanforderungsprozess und die daraus resultierenden Vorgaben dem BIM-Prozess zutragen.

Wie die Stadt Herne erfolgreich die Ausschreibung eines BIM-Pilotprojektes angeht, zeigte Winona Grimsehl-Schmitz, Fachbereich Tiefbau und Verkehr, Stadt Herne in einem interessanten Vortrag anhand eines Praxisbeispiels. Ausschlaggebend für den Erfolg war vor allem, im Vorfeld erkannt zu haben, an welchen Stellen die Vorteile zum Beispiel durch die Anwendung von BIM für Planung, Bau und Betrieb oder die Anknüpfung an Straßenmanagementsysteme (SMS) liegen. Ziel der Ausschreibung ist die Vergabe des Projektes zum Ersatzneubau der Brücke Bielefelder Straße inklusive des Infrastrukturprojektes zur Sanierung eines Knotenpunktes sowie Straßenabschnitts von circa einem Kilometer Länge. Das Bauvorhaben hat aufgrund des massiven Ersatzbaus einen hohen Fertigungsgrad und muss zudem in möglichst kurzer Zeit umgesetzt werden, da der Straßenabschnitt zunehmend hoch frequentiert ist. Zur Erstellung der notwendigen Punktwolken für die spätere Modellierung wurde im Fachbereich Vermessung und Kataster der Stadt Herne deshalb rechtzeitig ein Laserscan angeschafft. Darüber hinaus wurden verschiedene Handlungshilfen herangezogen, wie z. B. die BIM-Handlungsempfehlungen für die kommunalen Bauverwaltungen und die kommunale Gebäudewirtschaft in NRW des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NWR (MHKBG). Aber auch „learning by doing“ war ein wichtiger Schritt, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Workshops mit dem Projektteam, Gespräche mit Straßen.NRW sowie der regelmäßige Austausch in den BIM.Ruhr Arbeitsgruppen waren ebenfalls ein fester Bestandteil zur Vorbereitung auf die Ausschreibung. Zudem wurde die vorläufige BIM-Priorisierung anhand der Leistungsphasen gemäß HOAI in einem Punktekatalog festgelegt und die Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) erstellt, die ständig weiter ergänzt wird.

Diese erste BIM.Ruhr-Konferenz machte erneut deutlich, wie stark kommunale Verwaltungen vom Innovationswerk BIM.Ruhr profitieren und was Netzwerkarbeit im Bereich BIM alles leisten kann. Dass sich das BIM.Ruhr Projekt hauptsächlich auf Bestandsbauten konzentriert, erweitert das BIM-Spektrum, hat sich dieses doch im nationalen Raum bisher vorrangig auf Neubauten erstreckt. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen und BIM-Anforderungen eindeutig definiert, was hier noch einmal besonders erwähnt werden soll. Und genau aus diesen Gründen plant das Netzwerk BIM.Ruhr regelmäßig stattfindende BIM.Ruhr-Konferenzen.

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Hier erhalten Sie die Folien zu den Vorträgen der 1. BIM.Ruhr-Konferenz
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10. Februar 2022

Erste Schnittstellen-Diskussion der BIM.Ruhr Arbeitsgruppen

Sechs Monate mit vielen interessanten und produktiven Diskussionen in den Arbeitsgruppen „BIM-Planungsgrundlagen“, „BIM-basierte Bauausführung“, „Einführung der BIM-Methode bei öffentlichen Auftraggeber*innen“ und „Geodäsie – Bestandserfassung und Modellierung nach den Vorgaben von Auftraggeber*innen“ sind vergangen. Erste Lösungsansätze für häufige Problemfelder in der Arbeit von insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Kommunen mit BIM wurden erarbeitet und in der Theorie sowie der Praxis gegenübergestellt. Jetzt lag es nahe, die Herausforderungen auch an den Schnittstellen produktiv anzugehen und diese gemeinsam mit allen Gewerken zu diskutieren. Den passenden Rahmen dafür bildete die erste Schnittstellen-Diskussion der BIM.Ruhr-Arbeitsgruppen am 10. Februar 2022. Erstmals konnten hier die einzeln gewonnenen Erkenntnisse mit den jeweils anderen Bereichen, wie auch mit weiteren BIM-Interessierten Teilnehmer*innen geteilt werden. Durch die Veranstaltung führte Elena Straßenmeyer vom Institut für Baubetrieb und Baumanagement der Universität Duisburg-Essen.

Auftakt für die Diskussionsrunden bildeten zwei BIM-Praxisberichte. Gabriele Schwarte von der Danielzik Baumanagement GmbH, Gladbeck referierte zur „BIM-Einführung bei der öffentlichen Hand in Zusammenarbeit mit der Bauwirtschaft: Erfahrungsbericht, Herausforderungen und Lösungsansätze“. Sie gab sehr detaillierte Einblicke in die offenen Punkte für die öffentliche Hand beim Aufsetzen eines BIM-Projektes sowie zur in- und externen Rollenverteilung im Bereich Bauherrschaft, Planende und Ausführende sowie Projektübergreifende. Herausforderungen bei der Mitarbeiterarbeiterqualifizierung, der vergaberechtskonformen Auftragsvergaben oder der produktneutralen Ausschreibung waren nur einige von vielen weiteren herausgestellten Aspekten im Vortrag. Durch die aufschlussreiche Darstellung der Prozessbeschreibungen aus den bereits existierenden Handreichungen und Leitfäden des Landes NRW und des Bundes, wurde zudem das Möglichkeitsspektrum zur Implementierung von BIM und Abwicklung von BIM-Projekten innerhalb von Kommunen informativ aufgeschlüsselt.

Wie BIM Blicke verändern kann, zeigte Udo Bertels vom Ingenieurbüro Bertels GmbH mit seinem Vortrag zum Thema „Schnittstelle zwischen Planung und Vermessung“ auf. Anhand von Praxisbeispielen, wie z.B. der Betriebsanlage EGLV (Emscherlippegenossenschaft und Lippeverband) oder der Bundesautobahn A 100/A 115 Ersatzneubau – Autobahndreieck Funkturm Berlin, verdeutlichte er, welche individuellen Anforderung BIM an die Planung und die Vermessung stellt. Bereits am 08. Februar 2022 hatte Lars Oldenburg vom Ingenieurbüro Bertels GmbH mit einem sehr engagierten Erfahrungsbericht zum Thema „Der BIM-Prozess und die Vermessung“ beim dritten Treffen der Arbeitsgruppe Geodäsie Einblicke in die BIM-Anforderungen an die Vermessungsleistungen gegeben.

In den jeweils anschließenden Diskussionsrunden wurde u. a. über die Herausforderungen für Kommunen bei der BIM-Einführung und -Umsetzung gesprochen, wie z. B. das Schaffen von Grundlagen durch Mitarbeiterschulungen. Wie wichtig strategische Entscheidungen für BIM sind, dass Datenmengen nicht unbedingt immer das beste Modell bedeuten und wie wesentlich genaue Informationen für Externe, z. B. für das spätere Facility Management (FM) sind, waren nur einige der weiteren Themen über die die Teilnehmer*innen mit den beiden Referenten, Gabriele Schwarte und Udo Bertels, diskutierten.

Die Erste Schnittstellen-Diskussion der BIM.Ruhr-Arbeitsgruppen hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich untereinander auszutauschen, um voneinander zu lernen. Das Fazit: Weitere Schnittstellen-Diskussionsrunden werden folgen.

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19. Januar 2022

Spannender Austausch – BIM.Ruhr beim 8. Geowebtalk

Am 19. Januar 2022 fand der 8. Geowebtalk zum Thema „BIM – Building Information Modeling“ des Geonetzwerks Metropole Ruhr statt. Der Webtalk informierte mit Impulsvorträgen u.a. zu Zielen und Unterstützungsmaßnahmen des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Implementierung von Building Information Modeling sowie über Trends der BIM- und GIS-Standardisierung.

Auch mit dabei: das Projekt BIM.Ruhr. Referentin und BIM.Ruhr-Projektkoordinatorin Anika Zimmermann stellte die Digitalisierung im Ruhrgebiet mit dem Projekt BIM.Ruhr vor. Sie gab u.a. Einblicke in den bisherigen Stand der drei BIM.Ruhr Pilotprojekte „Drewer Brücke“, „Brücke Bielefelder Straße“ und „Aula Alice-Salomon-Berufskolleg“. Sie erläuterte deren BIM-Ziele, wie z. B. den Auf- und Ausbau von grundlegenden BIM-Kompetenzen der Beteiligten sowie die Schaffung einer gemeinsamen Informationsplattform (BIM-Modell). Wenn Sie mehr über den Fortschritt der BIM.Ruhr-Pilotprojekte erfahren möchten, schauen Sie hier auf unserer Website vorbei.

Darüber hinaus informierte der Impulsvortrag das Fachpublikum über den Inhalt und die Ergebnisse der BIM.Ruhr-Umfrage zur „Digitalisierung der Baubranche: Stimmungsbild zu Building Information Modeling in kleinen und mittelständischen Unternehmen“. Der Vortrag veranschaulichte, wie die Mitglieder des eigens aufgebauten Innovationsnetzwerks vom Kompetenz- und Erfahrungsaustausch rund um die BIM-Methode profitieren.

Den Impulsvortrag des Projektes BIM.Ruhr zum Thema „Digitalisierung im Ruhrgebiet mit dem Projekt BIM.Ruhr“ sowie alle anderen Vorträge des 8. Geowebtalks erhalten Sie hier auf den Seiten des Geonetzwerks Regionalverband Ruhr.

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23. und 25. November 2021

Erfolgreiche Fortsetzung der Arbeitsgruppen

Nach einem sommerlichen Start der BIM.Ruhr-Arbeitsgruppen Ende August dieses Jahres, fanden am 23. und 25. November die zweiten Treffen der vier Arbeitskreise statt. Vorreiter war wieder die Gruppe "Einführung der BIM-Methode für öffentliche Auftraggeber*innen" unter der wissenschaftlichen Leitung von Elena Straßenmeyer. Kommunale und wirtschaftliche Vertreter*innen diskutierten  zu den Herausforderungen bei der Auswahl der BIM-Anwendungsfälle und der Definition der Informationsanforderungen. Auch wenn die Auswahl der Anwendungsfälle für jedes Projekt individuell getroffen werden muss, gibt es vereinzelt Anwendungsfälle, die sich zum einen bei den meisten Bauvorhaben anbieten und zum anderen gut geeignet sind für den Einstieg.

Zwei Tage später trafen sich auch die anderen drei Arbeitsgruppen zur zweiten Diskussionsrunde. Die Arbeitsgruppe „Geodäsie – Bestandserfassung und Modellierung nach den Vorgaben von Auftraggeber*innen", wissenschaftlich geleitet von Signe Mikulane, diskutierte mit reger Beteiligung zu den Pilotvorhaben des Projektes BIM.Ruhr sowie zu einem BIM-Pilotprojekt der Stadt Gelsenkirchen, die ihre ersten Berührungspunkte mit BIM innerhalb dieses Projektes vorgestellt hat.

Am Nachmittag fanden die zweiten Arbeitsgruppen-Sitzungen der Arbeitsgruppen „BIM-Planungsgrundlagen“, geleitet von Florian Stevens und „Grundlagen für die BIM-basierte Bauausführung“, geleitet von Tim Bachor statt. Die Diskussion in beiden Gruppen konzentrierte sich vor allem auf Schnittstellen-Herausforderung in der Arbeit mit Building Information Modeling. Wie sich auch hier abgezeichnet hat, gibt es zwischen den einzelnen Arbeitsbereichen einige Herausforderungen, die wir in entsprechenden Schnittstellen-Sitzungen mit Ihnen diskutieren möchten. Aus diesem Grund planen wir als nächstes eine Arbeitsgruppen-übergreifende Sitzung für Anfang nächsten Jahres. Weitere Informationen dazu finden Sie in Kürze in der Veranstaltungsübersicht.

Hier erhalten Sie die Foliensätze der zweiten Sitzungen.
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18. November 2021

BIM.Ruhr bei Vermessungswesen Aktuell des DVW NRW e.V.

Am 18. November fand die Veranstaltung „Vermessungswesen Aktuell“ des DVW NRW e.V. statt: Zum ersten Mal in einer hybriden Auflage mit live Publikum vor Ort in Essen sowie einigen Teilnehmenden virtuell vor den Bildschirmen. Auch zum ersten Mal dabei: Das Projekt BIM.Ruhr. Referentin Signe Mikulane, wissenschaftliche Mitarbeiterin am BIM Institut der Hochschule Bochum für das Projekt BIM.Ruhr, hat das Kooperationsvorhaben mit besonderem Augenmerk auf die Pilotprojekte vorgestellt. Besonders im Hochbau-Pilotvorhaben von BIM.Ruhr können aktuell gute Fortschritte verzeichnet werden. Einen ersten Blick auf das Modell nach IFC-Standard können Sie hier werfen.

Aber auch  an den Brückenmodellen wird weiter gearbeitet. Die Herausforderungen sind hier aufgrund weniger vorhandener Standards noch etwas größer, dafür aber die Lernkurve steiler. Von unseren Erfahrungen profitieren vor allem Sie: Alle Erkenntnisse der Hochschule Bochum werden zum Ende des Projektes in Leitfäden für BIM im Bestand bei öffentlichen Auftraggeber*innen veröffentlicht.

Ein besonderes Highlight bei der Veranstaltung des DVW NRW e.V. waren der rege Austausch mit den Teilnehmenden und dessen Interesse an BIM.Ruhr. Falls Sie die Veranstaltung vor Ort oder virtuell am Bildschirm verfolgt haben und wir Ihr Interesse wecken konnten, kommen Sie gern auf uns für einen persönlichen Austausch zu oder melden Sie sich hier für eine unserer Veranstaltungen an. Für mehr Informationen zum Event und zum DVW NRW e.V. klicken Sie hier.


24. und 26. August 2021

Virtueller Kick-Off der BIM.Ruhr-Arbeitsgruppen

Die vier Arbeitsgruppen – „Einführung der BIM-Methode für öffentliche Auftraggeber*innen“, „Grundlagen für die BIM-basierte Bauausführung“, „Geodäsie – Bestandserfassung und Modellierung nach den Vorgaben von Auftraggeber*innen“ und „BIM-Planungsgrundlagen“ – des Projektes BIM.Ruhr haben erfolgreich ihre Arbeit aufgenommen. Unter der Leitung von Tim Bachor (AG Bauausführung), Signe Mikulane (AG Geodäsie), Florian Stevens (AG Planung) und Elena Straßenmeyer (AG Kommunen) wurden erste Erfahrungen mit und unter den Teilnehmenden ausgetauscht sowie erste interessante Diskussionen angestoßen.

Den Vorreiter bildete die Arbeitsgruppe Kommunen, die bereits zwei Tage vor den anderen Arbeitsgruppen an den Start ging. Gestartet wurde mit einer ersten Vorstellungsrunde, in der die Teilnehmenden neben den üblichen Personalien auch Ihre Beweggründe der Teilnahme, Wünsche an die Arbeitsgruppe und Erfahrungen mit Building Information Modeling (BIM) teilten. Dabei hat sich vor allem gezeigt, dass die Erfahrungen in den Kommunen noch nicht sehr weit fortgeschritten sind. Das Interesse an der neuen Methode ist bei den Teilnehmenden jedoch groß und in einigen Städten gibt es auch schon erste Pilotvorhaben. Darüber hinaus drehte sich die Sitzung größtenteils um die kommunalen Randbedingungen. Diese werden von Projektseite abgefragt, um die zu erstellenden Leitfäden möglichst praxis- und alltagsnah gestalten zu können.

Die weiteren Arbeitsgruppen legten einen parallelen Dreier-Start nur wenige Tage später hin. Auch hier wurde zunächst mit einer Vorstellungsrunde gestartet. In der Arbeitsgruppe Planung drehte sich die Diskussion größtenteils um Anwendungsfälle, die mit der Building Information Modeling (BIM) Methodik realisierbar sind, Detaillierungsgrade und Software-Schnittstellen. Gezeigt hat sich, dass das IFC-Format zwar genutzt wird, der Datenaustausch sich jedoch auch mit diesem Standard als herausfordernd erweist. Denn es kommt immer wieder zu Informationsverlust aufgrund der unterschiedlichen Interpretation der IFC-Daten von verschiedenen Programmen.

Auch die Arbeitsgruppe Bauausführung beschäftigte sich hauptsächlich mit BIM-Anwendungsfällen. Hier wurde deutlich, dass die Erfahrungen im BIM-Bereich unter den Teilnehmenden auseinander gehen. Auch wenn teilweise schon mit 3D-Modellen gearbeitet wird, werden zu oft noch 2D-Pläne angefordert und auch bis zur papierlosen Baustelle ist es wohl noch ein längerer Weg.

Besonders gefreut hat uns auch die rege Teilnahme an der Arbeitsgruppe Geodäsie. Auch in dieser Gruppe konzentrierte sich die Diskussion auf die Erfahrung mit unterschiedlichen BIM-Anwendungsfällen: Von der Bestands- und Leitungserfassung, über Georeferenzierung und Anbindung an amtliche Bestands- und Grundlagendaten, hin zur genauen Erfassung von Grundstücks- und Baufeldgrenzen. Außerdem wurde über die Herausforderungen bei der Georeferenzierung und der Umgang mit Koordinaten in der Modellierungssoftware (z. B. Revit) intensiv diskutiert.

Möchten Sie sich ebenfalls zum Thema Building Information Modeling austauschen? Dann schauen Sie hier in unserer Veranstaltungsübersicht vorbei und seien Sie beim nächsten Event als Netzwerkmitglied dabei!

 


6. Juli 2021

Knapp 90 Prozent schließen BIM-Implementierung nicht aus – So lauten die Ergebnisse unserer Umfrage

92 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) kennen bereits die digitale Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM). Weniger als die Hälfte der Betriebe wendet die BIM-Methode allerdings schon aktiv an. Das hat unsere Umfrage  „Digitalisierung in der Baubranche: Stimmungsbild zu Building Information in kleinen und mittelständischen Betrieben“ zur Anwendung von BIM in KMU, die hauptsächlich aus Nordrhein-Westfalen stammen, ergeben.

Damit steht fest, dass das Potential von BIM noch nicht von allen am Neubau und bei Sanierungsarbeiten von Bestandsobjekten beteiligten Parteien voll ausgeschöpft wird. Die Bereitschaft zur Implementierung der digitalen Arbeitsmethode ist allerdings vorhanden: Fast 90 Prozent der BIM-unerfahrenen Unternehmen schließen dies grundsätzlich nicht aus.

Das Stimmungsbild zeigt diverse Gründe dafür auf, weshalb die Firmen derzeit beim Einsatz von Building Information Modeling zögern. Sowohl eine geringe Nachfrage seitens der Bauherrschaft, die durch die Einführung entstehenden Kosten, als auch der Mangel an standardisierten Werkzeugen und Protokollen sind die Hauptgründe, weshalb Unternehmen mit Fokus auf Planung und Ausführung von der Anwendung der BIM-Methode absehen.

Damit BIM einfacher und unkomplizierter implementiert werden kann, wünschen KMU sich gut dokumentierte Muster-Projekte, speziell auf sie zugeschnittene Leitfäden, eine klare Aufstellung zu den technischen Voraussetzungen sowie offizielle Normen und Richtlinien.

Ab dem 24. August kommen wir einigen dieser Wünsche nach: Innerhalb von vier Arbeitsgruppen können sich Vertreter*innen kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie öffentliche Auftraggebende an der Erstellung von BIM-Leitfäden im kommunalen Kontext anhand von Pilotprojekten beteiligen. Wir von BIM.Ruhr laden sie herzlich dazu ein, sich an unseren Arbeitsgruppen zu beteiligen!

Das Ziel der Arbeitsgruppen ist der Erfahrungsaustausch untereinander, die Formulierung von Lösungsansätzen für häufige Problemfelder in der Arbeit mit BIM und der gemeinsame Kompetenzaufbau mit dieser Arbeitsmethode anhand von Eindrücken und Beispielen unserer Pilotprojekte. Mehr Informationen zu den Arbeitsgruppen erhalten Sie hier.

Hier erhalten Sie die vollständigen Umfrage-Ergebnisse.
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1. Mai 2021

Umfrageschluss: BIM-Anwendung in KMU

Wir wollen in Erfahrung bringen, ob in kleinen oder mittelständischen Unternehmen (KMU) der Baubranche bereits Building Information Modeling (BIM) angewendet wird. Dafür haben wir nach unserer Auftaktveranstaltung im März eine Umfrage ins Leben gerufen.

Besonderes Interesse besteht an den Unsicherheiten, Schwierigkeiten und offenen Fragestellungen bezüglich der aktuell verfügbaren Standards, Werkzeuge und Methoden in der Praxis der Unternehmen hinsichtlich BIM.

Derzeit werten wir die Antworten aus. Die Ergebnisse über die Kenntnisse und Erfahrungen  von KMU mit BIM-Anwendungen werden wir im Juli 2021 veröffentlichen.


9. März 2021

BIM.Ruhr: Erfolgreiche Premiere

Kann die Auftaktveranstaltung eines Projekts rund um ein Innovationsnetzwerk in Corona-Zeiten gelingen? Wir von BIM.Ruhr können diese Frage bejahen: Mehr als 140 Teilnehmer*innen aus der Bauwirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung nahmen die Einladung zu unserem ersten virtuellen Event mit dem Thememschwerpunkt Building Information Modeling (BIM) an.

Wer und was hinter BIM.Ruhr steckt, erfuhren unsere Zuhörer*innen gleich zu Beginn des Abends. Prof. Dr.-Ing. Dirk Eling, tätig beim Fachbereich Geodäsie an der Hochschule Bochum, gab als Mitglied unseres Projektteams allen Anwesenden Einblicke in unsere Ziele und unsere Motivation bei BIM.Ruhr. Zuvor lernte unser Publikum bereits das gesamte Team, das hinter BIM.Ruhr steckt, kennen.

Prof. Dr.-Ing. Alexander Malkwitz vom Fachbereich Baubetrieb der Universität Duisburg-Essen und ebenfalls aktiv an BIM.Ruhr beteiligt, brachte es bei bei seinem nachfolgenden Vortrag über regionale und kommunale Herausforderungen der BIM-Methode auf den Punkt: BIM braucht Innovator*innen.

Welche Vorteile BIM in der Praxis tatsächlich bietet, verriet der letzte Redner des Abends. Andreas Dudzik, Abteilungsleiter Ingenieurtechnik Bau beim Emschergenossenschaft Lippeverband (EGLV), berichtete partiell über die erfolgreiche Umsetzung eines BIM-Pilotvorhabens – dem Pumpwerk Oberhausen.

Unser persönliches Highlight an diesem Abend: Im Rahmen von zwei separaten Break-out Sessions hatten wir abschließend die Möglichkeit, mit den Teilnehmer*innen über Grundlagen und Herausforderungen bei Bestandsmodellierungen sowie Herausforderungen und Fragestellungen bei der Planung von Bauvorhaben mit BIM zu diskutieren.

Wir ziehen eine positive Bilanz und freuen uns besonders über die neu gewonnenen Mitglieder unseres Innovationsnetzwerks. Wenn Sie selbst die Auftaktveranstaltung verpasst haben, können Sie dennoch mit Ihrem Unternehmen Teil unseres Netzwerks werden: Schreiben Sie uns über das Kontaktformular an.

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